Spitzbergen & NO-Grönland & Polarlichter PLA BD

Ein-/Ausschiffungsort:  Longyearbyen/Spitzbergen  - Akureyri/Island                                    
Dauer: 14 Tage/13 Nächte mit dem Expeditionsschiff MV PLANCIUS
Termin 2017: PLA15 B  29.08. 11.09. englisch-deutschsprachiger Termin

Wichtiger Hinweis bei Expeditionsreisen:
Die hier beschriebenen Tagesprogramme dienen nur zu Ihrer groben Orientierung. Das Reiseprogramm kann durch den Einfluss lokaler Eis- und Wetterverhältnisse beträchtlich variieren. Der Expeditionsleiter entscheidet in Abhängigkeit von den Verhältnissen vor Ort und wird auch ad hoc auf aktuelle Gegebenheiten und Tierbeobachtung reagieren und den Fahrplan anpassen. Flexibilität ist daher von größter Bedeutung auf unseren Schiffsreisen mit Expeditionscharakter. Alle Anlandungen sind vom Wetter, Verfügbarkeit der Anlandezeiten, örtlichen Anlandebestimmungen und Umweltschutzauflagen der AECO abhängig. Der Fahrplan und die Anlandezeiten werden über ein System der AECO vor dem Beginn der Saison festgelegt. Der endgültige Fahrplan wird vom Expeditionsleiter an Bord bestimmt und nach dem sicheren Ermessen des Kapitäns und den Eigenschaften des Schiffes umgesetzt. Aufgrund der hohen Treibstoffpreise behält sich Oceanwide Expeditions das Recht vor, die Geschwindigkeit der Schiffe zu reduzieren (z.B. Fahrt mit einer Antriebswelle). Der Gesamtcharakter der Reise und Sicherheit von Schiff, Personal und Passagieren wird dadurch nicht beeinträchtigt.

Reiseverlauf:

1. Tag:
Ankunft in Longyearbyen, dem Verwaltungszentrum Spitzbergens auf der größten Insel des Archipels, West-Spitzbergen. Vor dem Einschiffen besteht die Möglichkeit, durch die Siedlung zu streifen. Die Pfarrkirche und das Svalbard-Museum mit interessanten Ausstellungen zu Bergbauindustrie und Polargeschichte sind ebenfalls einen Besuch wert. Um Longyearbyen sind 100 verschiedene Pflanzenarten nachgewiesen worden. Am frühen Abend lichten wir den Anker und fahren durch den Isfjorden.

2. Tag:
Wir fahren in den Raudfjord an der Nordostküste Spitzbergens, ein schöner Fjord mit spektakulären Gletschern. Hier sind Ringel- und Bartrobben zu Hause. Wir sehen Vogelkolonien und eine üppige Vegetation. Es gibt gute Chancen, zum Beispiel in der Nähe des Hamilton Gletschers oder näher am Fjordende auf Eisbären zu treffen. Von hier aus nehmen wir Kurs auf Moffen-Island, wo sich meist Walrosse am Strand versammeln.

3. und 4.Tag:
Mit Kurs West durchqueren wir die Grönlandsee und sehen vielleicht die Kante des Ostgrönlandeisstromes. Wir halten Ausschau nach Walen und Seevögeln.

5. Tag:
Wir nähern uns Grönland und versuchen, durch das Eis in die Foster Bugt zu fahren, wo wir auf eine Anlandung bei Myggebugten hoffen. Hinter der alten Jagdhütte (in der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts waren hier norwegische Trapper auf der Jagd nach Eisbären und Polarfüchsen) breitet sich die offene Tundra aus, die von Moschusochsen bewohnt wird. Auf den kleinen Seen sind Gänse beheimatet. Wir steuern durch den Kaiser Franz Joseph Fjord, ein fantastischer Ort, umringt von hohen Bergen zu beiden Seiten. Im Inneren des Fjordes sammeln sich sehr viele Eisberge. Eine Alternative ist der enge Sofia-Sund, hier kann man Moschusochsen vom Schiff aus beobachten.

6. Tag:
Heute hoffen wir auf eine Anlandung an der Blomster Bugt, um dort die schönen geologischen Formationen zu besuchen. Schneehasen und seltene Vogelarten kann man hier zu sehen bekommen. Am Nachmittag nehmen wir Kurs entlang Teufelschloss und  Ella Ø und ermöglichen eventuell am Abend noch eine interessante Anlandung.
7. Tag:
Am Morgen fahren wir in den Segelsällskapets Fjord mit dem schönen Berzelius-Gebirge auf der Nordseite. Wir werden an einem schönen Platz auf der Südseite des Fjords anlanden, wo alte sedimentäre Geologie uns buchstäblich zu den Füßen liegt. Eine Wanderung führt uns zu einem kleinen See mit guten Chancen, Moschusochsen, Schneehasen und Schneehühner zu sehen. Am Nachmittag tastet sich das Schiff in den Alpe Fjord, der so spektakulär ist wie sein Name.  Wir hoffen auf eine Zodiac-Exkursion rund um den Gully Gletscher, der einst den Zugang zum Inneren des Fjordes blockierte und heute steuern wir tief ins Innere des Fjordes. Abenteuer vom Feinsten!

8. Tag:
Die erste Tageshälfte verbringen wir im Antarcticahavn, ein breitläufiges und ausgedehntes Tal, in dem man auch Gruppen von Moschusochsen begegnen kann. Zu dieser Zeit kann man die herbstlichen Farben der kargen arktischen Vegetation bestaunen.

9. Tag:
Heute erreichen wir den Scoresby-Sund und fahren am Vormittag entlang der schroffen und vergletscherten Volquart Boons Küste. Wir hoffen auf einen Zodiacausflug entlang der Gletscherfront dieser Küstenlinie und können eventuell in der Nähe des Maane Gletschers an Land gehen. Später planen wir eine Anlandung auf Danmarks Ø, wo sich Ruinen einer Inuit Siedlung befinden, die vor ca. 200 Jahren verlassen wurde. Die kreisförmigen Anordnungen der Steine zeigen, wo die Sommerhäuser standen. Die Winterhäuser stehen näher am kleinen Kap. Dieser historische Ort zeigt auch, wo das vor Eisbären sicher verwahrte Fleisch gelagert wurde. Hier gibt es auch Grabstätten. Am Abend geht die Reise weiter durch schöne Fjorde gen Westen, hier staut sich das Eis regelrecht auf.

10. Tag:
Heute gehen wir auf der Kap Hofmann Halvø an Land. In dieser Gegend weiden oft Moschusochsen. Auch das Alpenschneehuhn und den Eistaucher können wir hier finden. Die Landschaft ist ausgesprochen schön, besonders, wenn sich das Laub von Zwergweide und Zwergbirke im Herbst verfärbt. Auch die arktischen Beeren wie Heide-, oder Krähenbeere tragen mit satten Farben zu einem pittoresken Bild bei. Sie sind zudem ausgesprochen schmackhaft! Abends geht unsere Fahrt weiter durch den Fjord, Richtung Scoresby Land. Die Tundra mit ihren warmen Herbstfarben, die blauen Eisberge und die hohen dunklen Berge im Hintergrund bilden einen perfekten Kontrast.

11. Tag:
Im Nordwestfjord in Scoresby Land treffen wir am Morgen auf gigantische Eisberge. Einige sind mit Sicherheit über 100 m hoch und mehr als einen Kilometer lang. Da der Fjord selbst nur etwa 400 m tief ist, sind die meisten dieser Eisgiganten hier auf Grund gelaufen. Wir gehen in der Nähe vom Sydkap an Land, um die Überreste eines Winterdorfs der Thulekultur zu besichtigen. Bis zu zwanzig Menschen fanden in diesen winzigen Behausungen Unterschlupf. Sie lebten vom Fang des Grönlandwals und benutzten die Walknochen als Dachbalken. Vielleicht landen wir auch bei Gurreholm auf Jameson Land. Hier ist die weite Landschaft leicht hügelig.

12. Tag:
Wir erreichen Ittoqqortoormiit, mit 500 Einwohnern die einzige größere Siedlung am Scoresby-Sund. Im Postamt kann man Briefmarken für Postkarten kaufen, oder schlendern Sie durch den Ort und achten Sie auf die Felle von Robben, Moschusochsen und Eisbären, die zum Trocknen aufgespannt sind. Nach dem Abendessen nehmen wir einen südlichen Kurs auf und passieren die atemberaubende Landschaft der Blosseville Küste.

13. Tag:
Auf der Fahrt nach Island durchqueren wir die Dänemarkstraße und hoffen, hier Wale und Seevögel beobachten zu können. In der Nacht präsentiert sich vielleicht auch eine Aurora Borealis  Nordlichter) .

14. Tag:
Am Morgen Ankunft in Akureyri, hier endet die Expeditionsschiffsreise, Sammeltransfer mit dem Bus zum Hotel Reykjavik Centrum, Adalstraeti 16 in Reykjavik (ca. 6 Stunden Fahrt).

Eingeschlossene Leistungen:
Schiffspassage in der gebuchten Kabinenkategorie mit Bad/Dusche/WC
Vollverpflegung an Bord inkl. Snacks, Kaffee, Tee
Sämtliche Zodiac - Anlandungen und Aktivitäten während der Schiffsreise
Kostenloses Leihen von Wander-Gummistiefeln
Lektorenprogramm und Betreuung durch ein erfahrenes Expeditionsteam
Transfers wie beschrieben
Ausführliches Informationsmaterial zu Ihrer Reise mit Zugang der Reisebestätigung
Das Ausfüllen eines medizinischen Fragebogens ist vorgeschrieben

Nicht eingeschlossene Leistungen:
Flüge nach Longyearbyen und zurück ab Reykjavik ab/zu Ihrem gewünschten Abflugort diese können wir selbstverständlich gerne zum Bestpreis dazu buchen.
Evtl. ist auf dem Hin- und/oder Rückflug eine Zwischenübernachtung in Oslo/Longyearbyen und/oder Reykjavik notwendig
Persönliche Ausgaben wie Getränke, Souvenirs, Trinkgelder, Vor- und Nachprogramme, evtl. Zusatzübernachtungen etc.
Eine Reisekrankenversicherung ist obligatorisch
Weiterhin empfehlen wir Ihnen den Abschluß einer Reiserücktrittskostenversicherung

Treibstoffzuschläge:
Treibstoffzuschläge sind von den internationalen Rohölpreisen abhängig. Bei Überschreitung der kalkulierten Preisgrenze von USD 120,-/Barrel Rohöl, ist es möglich, dass 90 Tage vor Reisebeginn ein Treibstoffzuschlag von
EUR 18,-/P./Nacht nachträglich erhoben wird. Dieser Posten ist immer variabel und kann nicht in den Kabinenpreis einkalkuliert werden.

Preise/Person in EUR mit dem Expeditionsschiff MV PLANCIUS:
Kabinentyp: 4-er Bel.  3-er Bel.DoppelDoppel

Doppel Deluxe

Superior
    Bullauge  Bullauge  Bullauge  Fenster    
  PLA13 G:  4.960,-  6.060,-   7.060,-  7.680,- 

8.180,- 

  9.180,-

Einzelkabinenzuschlag: 70%. Auf Anfrage sind auch geteilte Kabinen buchbar.

Landprogramm und Fahrten mit dem Zodiac
Geführte Landausflüge (Wanderungen, Tierbeobachtungen und Zodiac-Fahrten) sind im Reisepreis inkludiert. Das Programm ist vielfältig und wird allen Passagieren angeboten. Unsere Philosophie ist das aktive Naturerlebnis an Land und zur See.

Gummistiefel:
An Bord der MV Plancius dürfen alle Passagiere wandertaugliche Gummistiefel mit Profilsohle kostenfrei benutzen. Die Schuhgrößen müssen der Oceanwide Reservierungsabteilung mindestens 8 Wochen vor Abreise mitgeteilt werden. Daraufhin wird ein Voucher ausgestellt, der mit den letzten Reiseunterlagen, ca. 4 Wochen vor Abreise, verschickt wird. Ohne Voranmeldung und Voucher kann keine Ausrüstung an Bord vergeben werden. Am Ende der Reise müssen die Gummistiefel an das Expeditionsteam zurückgegeben werden. Die Stiefel sind von hoher Qualität, komfortabel und halten die Füsse trocken und warm bei allen Anlandungen.

Informationen zum Schiff:
Die MS PLANCIUS war bereits 1976 unter dem Namen MS Tyderman als Forschungsschiff für die königlich, holländische Marine eingesetzt. Im Juni 2004 wurde sie aus dem aktiven Dienst genommen und fährt seit Dezember 2006 für Oceanwide Expeditions.
Seit Juni 2009 ist die Plancius nun nach umfangreichen Umbau- und Renovierungsarbeiten so weit, dass sie wieder im Eis unterwegs ist ausgestattet mit den neuesten Sicherheitseinrichtungen nach SOLAS (Safety of Life at Sea) und registriert bei Lloyds in London. Das Schiff ist komfortabel und ansprechend ausgestattet, jedoch nicht luxuriös.
Die Plancius bietet Platz für 112 Passagiere in 53 Aussenkabinen (Fenster oder Bullauge), von denen alle mit Dusche und WC ausgestattet sind.

Folgende Kabinen sind Verfügbar:
4 4-Bett-Kabinen mit Etagenbetten, Dusche/WC
2 3-Bett-Kabinen mit Etagenbetten, Dusche/WC
37 2-Bett-Kabinen mit einer Grösse von je ca. 15 qm, Dusche/WC
10 2-Bett-Kabinen Kat. Superior mit je ca. 21 qm, Dusche/WC
Sämtliche 2-Bett-Kabinen sind mit einem Doppelbett oder 2 Einzelbetten bestückt.
Die Besatzung besteht aus 30 internationalen Crewmitgliedern und einem Arzt, die alles dafür tun, den Gästen eine unvergessliche Reise in den entlegensten Gegenden unsere Erde zu ermöglichen.

Bordsprache:  englisch
Expeditionsteam: englisch, teilweise deutschsprachig
Zahlungsmittel: EUR, gängige Kreditkarten
Bekleidung:  dem Expeditionscharakter angepasst, sportlich leger und zweckmäßig
Schiffsdaten:
Reederei:  Oceanwide Expeditions
Flagge:  Holland
Baujahr/Umbau: 1976/2008
Passagiere max.: 112
Besatzung:   30
Länge:   89,00 m
Breite:   14,50 m
Tiefgang:     4,80 m
Tonnage:  3175 t
Max. Geschwindigkeit:   12 Knoten
Eisklasse:     A3
Stromspannung:   220 V
Copyright: Nordland Touristik, Kempten, Telefon: 0831-521 590 0 - Fax: 0831-521 595 0 - Email: info@nordlandtouristik.de