Rundum Spitzbergen per Segelschiff

Zielflughafen/Ein/Ausschiffung:  Longyearbyen/Spitzbergen                                      
Dauer:  16 Tage/15 Nächte
Termine 2017: NOO20 25.07. bis 09.08.
NOO21 09.08. bis 24.08.    
NOO22 24.08. bis 08.09.

      
WICHTIGER HINWEIS:
Alle veröffentlichten Reiserouten gelten zur allgemeinen und groben Orientierung. Die Programme können je nach den örtlichen Eis- und Wetterbedingungen beträchtlich variieren, aber auch, um auf aktuelle Gegebenheiten bezüglich Tierbeobachtungen reagieren zu können. Flexibilität steht bei Expeditionskreuzfahrten an erster Stelle. Anlandungen sind immer abhängig vom Wetter, Verfügbarkeit von Anlandeplätzen und Umweltschutzauflagen.

Reiseverlauf:

1. Tag:
Ankunft in Longyearbyen, der Hauptstadt (eigentlich: Verwaltungszentrum) Spitzbergens. Vor dem Einschiffen besteht die Möglichkeit, einen Rundgangs durch die Siedlung zu unternehmen. Die Pfarrkirche und das Svalbard Museum mit interessanten Ausstellungen zu Bergbauindustrie und Polargeschichte sind ebenfalls einen Besuch wert. Am Abend setzen wir Segel und fahren nach Trygghamna, wo wir am nächsten Morgen die Reste einer englischen Walfangstation aus dem 17. Jahrhundert und die Ruinen einer Siedlung russischer Pomoren aus dem 18. Jahrhundert besuchen werden.

2. Tag:
Wir wandern von Trygghamna nach Alkhornet zu einem Vogelfelsen. Manchmal sieht man auch Polarfüchse, die die Hänge unterhalb des Vogelfelsens nach Jungvögeln absuchen. Auch Rentiere grasen hier häufig. Gegen Mittag befahren wir den Forlandsund. Sofern das Wetter es erlaubt, wollen wir bei Fuglehuken landen, wo mit der Expedition von Willem Barents die ersten Westeuropäer ihren Fuß im eben erst entdeckten Spitzbergen an Land setzten. Wir stoßen hier auf historische Grabstätten von Walfängern, sowie auf eine Kolonie von Trottel- und Dickschnabellummen, Krabbentauchern und Dreizehenmöwen. Ganz in der Nähe besteht vielleicht die Möglichkeit, einen Ruheplatz von Seehunden und Walrossen zu beobachten.

3. Tag:
Heute besuchen wir Smeerenburg, die größte Walfangstation Spitzbergens aus dem 17. Jahrhundert. Wir landen auch auf der kleinen Insel Ytre Norskøya, wo sich viele Gräber aus der Walfängerzeit befinden.
                         
4. bis 15. Tag:
Wir segeln weiter entlang der Nordküste Spitzbergens. Unser Ziel ist entweder der Sorgfjord, wo sich häufig Walrosse aufhalten, oder die Murchison-Bucht, an deren Nordufer sich eine weite trockene Tundra erstreckt, Lebensraum zahlreicher Rentiere. Es gibt auch die Reste einer alten schwedischen Forschungsstation zu sehen. Sobald wir die Hinlopenstrasse erreichen, sind wir von Eiskappen umgeben. Wir steuern den von hohen Bergen umringten Lomfjord an. Die Augustabukta ist eine schöne Bucht nahe eines Gletschers, dessen Oberfläche spaltenfrei ist und es uns erlaubt, gefahrlos über s Eis zu gehen. An einer Klippe in der Nähe brütet die seltene und schöne Elfenbeinmöwe gemeinsam mit Gryllteisten in einer kleinen Kolonie. Häufig können hier auch Rentiere, Eisbären und Walrosse gesichtet werden. Als Nächstes segeln wir zum beeindruckenden Bråsvell-Gletscher. Wir unternehmen vielleicht einen Landgang auf Svartknausflya, einer polaren Kältewüste, oder wir besuchen die Wilhelmøya mit ihren alten Strandlinien und Überresten alter, halb-fossiler Walskelette, wo eine Begegnung mit Eisbären möglich ist. Den spektakulären
Heleysundet zwischen Spitzbergen und der Barentsinsel kann man nur gegen die Strömung passieren eine spektakuläre Etappe. Sollte dies nicht möglich sein, segeln wir durch den Freemansundet. Am Kapp Lee auf der Edgeøya unternehmen wir eine Wanderung ins wunderschönen Rosenbergdalen, wo sich fast immer Rentier-Gruppen aufhalten. Für Wanderer führt eine Strecke von hier zur Diskobukta. Dort beeindruckt eine große, laute Kolonie von Dreizehenmöwen, die eine Schlucht besiedelt. Eisfüchse und Eisbären mit Jungtieren durchstreifen manchmal die Schlucht oft auf der Suche nach jungen, noch nicht flugfähigen Vögeln, die häufig von den Brutsimsen fallen. Uralte, subfossile Walskelette liegen auf den erhöhten, ehemaligen Strandlinien weit im Landesinnern.
Auf der kleinen Inselgruppe der Kong Ludvigøyane paaren sich die Walrosse. Hier stoßen wir auf Schritt und Tritt auf historische Zeugnisse aus der Zeit der Walross-, Eisbären- und Waljagd. Begegnungen mit Eisbären sind hier sehr wahrscheinlich.
Wir setzen unsere Erkundungstour im südlichen Spitzbergen fort und befahren das Labyrinth der Seitenfjorde im Hornsund. Hinter Brepollen einer großen Gletscherablagerung im hintersten Teil des Fjordes kreuzen wir entlang einer wunderbaren Gletscherkante, wo wir auf Eisbären und Bartrobben stoßen könnten. Die geologischen Formen dieser Gegend sind spektakulär und sehr bunt. Nach Möglichkeit möchten wir auch die polnische Forschungsstation bei Isbjørnhamna besuchen, deren freundliches Personal uns gern erklären wird, zu welchen Themen hier geforscht wird.
Auf unserer Reise nach Longyearbyen fahren wir in den Bell Sund, um dort Ahlstrandhalvøya mit seiner interessanten geologischen Formationen und Überresten der Walfangzeit auf den Belugawal im 20igsten Jahrhundert einen Besuch abzustatten.
Falls es die Zeit zuläßt, besuchen wir Barentsburg, die einzige von Russen bewohnte Siedlung auf Spitzbergen, oder wir landen in Colesbukta, einer verlassenen russischen Kohlesiedlung.

16. Tag:
Individuelle Heimreise ab Longyearbyen

Hinweis:
Die Chancen einer kompletten Umrundung Spitzbergens liegen bei 30% in der ersten Juli Hälfte, bei 60% in der zweiten Juli Hälfte, bei 90% in der ersten August Hälfte und bei 95% in der zweiten August Hälfte (Statistik basiert auf Erfahrungswerten der Vorjahre). Falls eine Umrundung aufgrund der gegebenen Eisverhältnisse nicht möglich ist, wird sich das Programm auf den Nordosten oder Südosten von Spitzbergen konzentrieren.

Eingeschlossene Leistungen:
Schiffspassage in der Doppelkabine mit Etagendusche/WC
Vollverpflegung an Bord inkl. Snacks, Kaffee, Tee
Sämtliche Zodiac - Anlandungen und Aktivitäten während der Schiffsreise
Lektorenprogramm und Betreuung durch ein erfahrenes Expeditionsteam
Transfers und Gepäckbeförderung in Longyearbyen passend zu ausgewählten Flugstrecken
Servicetaxes und Hafengebühren vorbehaltlich Nachforderungen der Reederei
Ausführliches Informationsmaterial zu Ihrer Reise mit Zugang der Reisebestätigung

Nicht eingeschlossene Leistungen:
Flüge nach/von Longyearbyen ab/zu Ihrem gewünschten Abflugort (können wir gerne anbieten)
Eventuelle Zusatzübernachtungen, Vor- oder Nachprogramme (können wir gerne anbieten)
Persönliche Ausgaben wie Getränke, Souvenirs, Trinkgelder
Reiseversicherungen

Preise in EUR/Person:
Doppelkabine/Etagenbett mit Waschbecken, Dusche/WC auf dem Gang:
NOO20 bis NOO22: EUR 4.850,- 

Die NOORDERLICHT wurde ursprünglich 2010 in Flensburg als Dreimast - Schooner gebaut. Die meiste Zeit war sie in der Ostsee eingesetzt, bis sie 1991 vom jetzigen Besitzer gekauft und umgetakelt wurde. Heute ist die Noorderlicht ein gut gebauter Zweimast-Schooner und geeignet, alle Weltmeere zu befahren. Das Schiff bietet Platz für 20 Passagiere, untergebracht in bequemen Doppelkabinen mit Etagenbetten und Waschbecken. Der Segler verfügt über 4 Duschen und 5 Toiletten, die in der Nähe der Kabinen liegen. Täglich werden 3 Mahlzeiten zubereitet und in der Messe eingenommen. An Bord gilt unter Deck eine Nichtraucherregelung, an Deck darf an einigen Stellen geraucht werden. Der hochqualifizierte Kapitän aus Holland besitzt Erfahrungen auf allen Meeren, wobei die Besatzung gerne von den Gästen bei den täglichen Arbeiten an Bord unterstützt werden darf.
Bordsprache:  niederländisch, englisch
Besatzung:  niederländisch
Zahlungsmittel:  EUR, norwegische Kronen
Expeditionsleiter: holländisch/englisch
Das Ausfüllen eines medizinischen Fragebogens vor Reiseantritt ist vorgeschrieben
Mannschaft und Passagiere
Zur Crew der Noorderlicht gehören drei professionelle, niederländische Segler, ein Koch und ein erfahrener Expeditionsleiter, der die Gegend bestens kennt. Die Mannschaft trägt die Verantwortung für die Fahrt und sorgt für eine sichere Überfahrt und Ankunft. Von unseren Passagieren erwarten wir allerdings auch, dass sie beim Hantieren mit den Segeln mithelfen und auch mal das Ruder übernehmen. Dies schließt auch Nachtwachen auf der Brücke ein. Die 20 Passagiere sind meist unterschiedlicher Nationalität. Unsere Bordsprache ist daher Englisch.
Schiffsdaten:
Reederei:  Oceanwide Expeditions
Flagge:   Holland
Baujahr/Umbau: 1910/1991
Passagiere max.: 20
Besatzung:    5
Länge:    46,00 m
Breite:      6,50 m
Tiefgang:     3,20 m
Tonnage:  60 nt
Max. Geschwindigkeit: 7 Knoten
Segelfläche:  550 qm
Stromspannung: 220 V
Copyright: Nordland Touristik, Kempten, Telefon: 0831-521 590 0 - Fax: 0831-521 595 0 - Email: info@nordlandtouristik.de